Contextuelles Coaching®

Einführung

Contextuelles Coaching® ist eine progressive, seit drei Jahrzehnten bewährte Methode zur individuell persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Die Theorie des Contextuellen Coaching® gründet sich auf drei grundlegende Paradigmen sowie zahlreiche praxiserprobte Unterscheidungen, die sowohl auf psychologischen und soziologischen als auch unterschiedlichen philosophischen Ansätzen basieren. Darüber hinaus kommen von den Urhebern entwickelte weiterführende Prämissen zum Einsatz, die in den oben genannten Denkansätzen nicht enthalten sind, sondern diese über das bisher bekannte Maß hinaus weiterentwickeln und anheben. Contextuelles Coaching® ermöglicht einen nachhaltigen Bewusstseinswandel, der eine erfolgreich erfüllte Seinsqualität eröffnet.

Gründe für einen Lebenswandel

Im Contextuellen Coaching® wird Leben und MenschSein auf zwei unterschiedlichen Ebenen untersucht. Zum einen auf der wahrnehmbaren Inhaltsebene, die alles repräsentiert, was messbar ist, also Ereignisse und Ergebnisse. Mangelnde Ergebnisse oder unangenehme Ereignisse sind der häufigste Anlass für Coaching, wie finanzielle Schwierigkeiten, Partnerschaftsprobleme, Burnout, Entscheidungsunfähigkeit, Stress, Trennung oder schlechte Gefühle wie Unsicherheit, Enttäuschung, Unzufriedenheit, Angst und Misstrauen.

Contextuelle Philosophie

Unterschied zu herkömmlichen Coaching Methoden

Herkömmliche Coaching Methoden zielen dabei auf eine Veränderung der auf der Inhaltsebene wahrnehmbaren Umstände ab, was begrenzt wirksam ist, da diese nur die Spitze des Eisbergs darstellen. Selbst, wenn die Spitze komplett verändert, oder sogar abgetragen würde, schiebt sich die untere Ebene des Eisbergs nach oben und dieselben Probleme entstehen neu oder werden gar massiver.

Contexte, Contextebene, Contextueller Wandel

Die mächtigere, im Hintergrund wirkende Contextebene birgt die mentalen und emotionalen Contexte, welche die bisherigen Ergebnisse und Ereignisse dadurch ermöglichen, dass sie diese wie ein Sog anziehen. Dieser Sog entsteht, indem der Verstand über die Richtigkeit seiner eingenommenen Standpunkte unbedingt im Recht sein und bleiben will. Mit dieser Absicht erzeugt das Bewusstsein genau die Ergebnisse, die die eingenommenen Standpunkte bestätigen.

Contexte sind eine mental-emotionale Verfestigung eingenommener Standpunkte, die im Contextuellen Coaching® durch wertungsfrei untersuchendes Fragen aufgedeckt und auf Funktionalität für bessere Ergebnisse und Gefühle überprüft werden. Das grundlegende mentale als auch emotionale Anerkennen und Aufgeben dysfunktionaler Contexte wird als Contextwandel bezeichnet, der über eine bloße Veränderung der Umstände auf der Inhaltsebene wesentlich hinausgeht.

Contextuelles Coaching® bewirkt eine Transformation, die im Verlauf des weiteren Lebens auf natürliche Weise eine nachhaltig höhere Lebens- und Seinsqualität zur Folge hat. Dieser grundlegende contextuelle Wandel ermöglicht den hinlänglich bekannten MangelContext (Mangel – Angst – Misstrauen) vollständig aufzugeben und einen ErfüllungsContext (Fülle – Liebe – Vertrauen) zu erschaffen und zu leben. Dabei wird insbesondere der psychologische Determinismus zurückgewiesen, wonach leidvoll schmerzliche Erfahrungen zwangsläufig ein Trauma nach sich zögen und einem Menschen nachhaltig Schaden zufügten. Jede Erfahrung kann sowohl Trauma als auch Transformation zur Folge haben. Diese Wahl wird durch Contextuelles Coaching® wieder eröffnet.

Studien & Fakten zum Contextuellen Coaching®

Ein wissenschaftlicher Beleg der Contextebene findet sich beim Systemingenieur und Kernphysiker Thomas Campbell, der in seinen Studien darauf verweist, dass es neben der wahrnehmbaren physischen Realität eine nicht-physische Realität gibt und dies mit entsprechenden Studien und Daten belegt.
Auch die Quantenphysik beschäftigt sich mit ähnlichen Zusammenhängen, aus denen man ableiten kann, dass die wahrnehmbare Inhaltsebene (‘Diesseits’) die gesamte messbare Materie enthält und die Contextebene (‘Jenseits’) alles Übrige, die allumfassende Wirklichkeit, in welche die wahrnehmbare Realität der Inhaltsebene eingebettet ist.

Context in Bildern

Wie bei einem Behälter werden Volumen und Form des möglichen Inhalts von Größe und Form des umgebenden Behälters bestimmt, das heißt der Umfassungscontext (Contextebene) ist stärker und mächtiger als der mögliche Inhalt (Inhaltsebene) des Behälters. Wäre es nicht so, könnte der Behälter den Inhalt nicht halten.

Ausgangspunkt

Contextuelles Coaching® geht von der Prämisse aus, dass der Verstand eine mental-emotionale Bewusstseinsvorstellung erzeugt, indem er aus unerwünschten Ereignissen und Ergebnissen (= Unterbrechungen) scheinrationale Schlussfolgerungen erdichtet, um sich diese Unterbrechungen erklärlich zu machen. Die vom Verstand erzeugte Bewusstseinsvorstellung repräsentiert jedoch lediglich eine Schimäre, ein willkürlich austauschbares Trugbild, egal wie plausibel es erscheint.

Recht behalten wollen

Zu mental-emotionalen Contexten verfestigte Schlussfolgerungen erzeugen einen Sog, der wiederum Ereignisse und Ergebnisse anzieht, die die zu Contexten verfestigten Standpunkte bestätigen. Da der Verstand über seine eingenommenen Standpunkte selbst auf Kosten des Verstandesbenutzers um jeden Preis im Recht sein, also unbedingt Recht haben will, erzeugt er mit diesem Mechanismus Leid und Leiden. Die meisten Menschen wollen lieber im Recht statt glücklich sein, um über die Richtigkeit ihrer Standpunkte triumphieren zu können, da sie irrtümlicherweise ihren Lebenserhalt bedroht fühlen, wenn sie sich im Unrecht wähnen.

Befreit leben

Bisher wurden im Contextuellen Coaching® ca. 150 Contextuelle Unterscheidungen erforscht und entwickelt. Deren korrekte Anwendung ermöglicht, die auf der Contextebene wirkende mental-emotionale Bewusstseinsstruktur des Verstandes so zu wandeln, dass erwünschte Ergebnisse und Ereignisse wieder selbst erschaffen werden können und das Leben frei gestaltet werden kann.

Kontext und Context

Da der Begriff Kontext in anderen Coachingansätzen mehr der Inhaltsebene zugeordnet wird und zumeist einen äußeren Lebenszusammenhang oder Lebensrahmen beschreibt, wird im Contextuellen Coaching® Kontext mit ‘C’ geschrieben, um den Fokus auf die Wirkungszusammenhänge der nicht sichtbaren Contextebene zu richten und dadurch neue Ergebnisse auf der Inhaltsebene zu eröffnen.

Contextebene wahrnehmen lernen & Contexte aufdecken

Die wirkungsmächtigere Contextebene ist insofern unsichtbar, weil sie zunächst nicht wahrnehmbar im Bewusstsein erschaffen wird. Sie lässt sich aber an erlebten Ereignissen und (nicht) erzielten Ergebnissen rückwirkend ablesen und mithilfe contextueller Unterscheidungen ableiten und somit für das Bewusstsein wahrnehmbar machen.

Bei einem vollständig transparenten Behälter ist vordergründig der vom Behälter gehaltene Inhalt messbar erkennbar. Von seiner Größe und Form lassen sich Rückschlüsse auf Größe und Form des umgebenden Behälters ziehen, da der wahrnehmbare Inhalt diesen präzise abbildet, ohne dass der Behälter selbst sichtbar ist. Ereignisse und Ergebnisse bergen also das Potential, nicht sichtbare mental-emotionale Contexte aufzudecken, die diese Ereignisse und Ergebnisse ermöglichen und hervorbringen.

Das Aufdecken und Anerkennen dysfunktionaler, weil Leid und Leiden erzeugender Contexte schafft die Voraussetzung, die zu Grunde liegenden dysfunktionalen Standpunkte aufzugeben und konstruktive, funktional erfüllende Contexte zu erschaffen, die erwünschte Ereignisse und Ergebnisse ermöglichen und nach sich ziehen. Das gelingt vorwiegend nur, wenn sämtliche Context schaffenden Standpunkte ausschließlich wertungsneutral, respektive wertungsfrei untersucht werden. Das wiederum ist nur möglich, wenn man dysfunktionale moralistische Kategorien wie richtig & falsch und gut & böse bei der Untersuchung und Erneuerung vollständig außer Acht lässt.

Geschichte und Herkunft des Coaching

Philosophie

Contextuelles Coaching® ist eine progressive, seit drei Jahrzehnten bewährte Methode zur individuell persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Die Theorie des Contextuellen Coaching® gründet sich auf drei grundlegende Paradigmen sowie zahlreiche praxiserprobte Unterscheidungen, die sowohl auf psychologischen und soziologischen als auch unterschiedlichen philosophischen Ansätzen basieren. Darüber hinaus kommen von den Urhebern entwickelte weiterführende Prämissen zum Einsatz, die in den oben genannten Denkansätzen nicht enthalten sind, sondern diese über das bisher bekannte Maß hinaus weiterentwickeln und anheben. Contextuelles Coaching® ermöglicht einen nachhaltigen Bewusstseinswandel, der eine erfolgreich erfüllte Seinsqualität eröffnet.

Psychologie

Der Mediziner Sigmund Freud stieß an die Grenzen rein medizinischer Behandlung und beschäftigte sich mit der Psyche des Menschen als mögliche Verursacherin menschlichen Leidens. Diese Vorgehensweise wurde lange vehement kritisiert und er persönlich als Scharlatan diffamiert. Die von ihm empirisch entwickelte Psychoanalyse beschäftigte sich als erste wissenschaftliche Disziplin nach den antiken Philosophen ernsthaft mit der Psyche des Menschen. Der Patient sollte sich in freien Assoziationen von seinen Krankheiten freisprechen. Diese Behandlung ist sowohl sehr kostspielig als auch langwierig, was sie nur für wenige zugänglich machte.

Der nächste große Fortschritt war die Entwicklung der Verhaltenstherapie, basierend auf dem Reiz-Reaktionsmodell nach Pawlow. Dieser konditionierte bei Ratten neues Verhalten durch Unterbrechen des bisherigen Reiz-Reaktions-Musters. Die begrenzte Übertragbarkeit auf den Menschen mit entsprechenden Ergebnissen führte dazu, dass eine zwischen Reiz und Reaktion verortete so genannte ‘Black Box’ näher erforscht wurde. So entstand die Kognitive Psychologie, die später als Teil der Verhaltenstherapie eingestuft wurde. Ein bahnbrechender Pionier der kognitiven Therapie ist Dr. Albert Ellis, ehemaliger Psychoanalytiker, mit der von ihm entwickelten und seit Jahrzehnten erfolgreich angewandten Rational-Emotiven-Therapie (RET), später als Teil der kognitiven Verhaltenstherapie umbenannt in Rational-Emotive-Behavior-Therapy (REBT).

Transformation und Coaching

Wurde in der damaligen Psychologie und Psychotherapie die Heilung klinisch diagnostizierter Krankheiten behandelt und das Vermeiden von Leiden untersucht, begann Ende der neunzehnhundertvierziger Jahre eine Bewegung, die sich das Finden des Glücks zur Aufgabe machte. Als Pionier könnte Dale Carnegie angesehen werden, selbst wenn er seine Arbeit nicht als Coaching bezeichnete. In den USA gab es neben etlichen obskuren Psychotechniken zwei Strömungen: Transformation und Coaching.

Der Begriff der Transformation wurde eher in esoterisch spirituellen Kreisen und östlichen Philosophien verwendet. Er bezeichnet einen vollständigen Wandel von einer Dimension in die nächste (Transsubstation), wobei die alte Dimension gänzlich aufgegeben und verlassen wird. Coaching wurde zum einen genutzt, um Menschen wieder zu motivieren, ihre Ziele zu erreichen. Zum anderen gab es neue Ansatzpunkte wie: weniger Streit oder Spannung in Familie und Beruf, mehr Erfolg, effektivere Kommunikation, weniger Stress, besseres Delegieren, etc. Da diese Probleme nicht dem klinisch-psychologischen Bereich zugeordnet werden konnten, wurde der Bedarf nach persönlichem Coaching größer, wobei diese in erster Linie als Beratung und Hilfe, im besten Fall als Hilfe zur Selbsthilfe verstanden wurde. Da Coaching kein geschützter Begriff ist, entstanden vielfältige Coachingausrichtungen, häufig angelehnt an schon vorhandene Therapieformen, wie Systemisches Coaching, NLP, etc.

Es gibt keinen anerkannten Coachingverband in Form einer öffentlich anerkannten Kammer wie z.B. bei Rechtsanwälten und Ärzten. Jeder Coachingverband gibt sich gern einen offiziellen Anstrich, ist aber lediglich ein personengeführter Verein, der sich mit teils beträcht-lichen Mitgliederbeiträgen finanziert.
 

Hintergrund und Theorie des Contextuellen Coaching®

Psychologischer Einfluss

Contextuelles Coaching® wurde seitens der Psychologie hauptsächlich von Dr. Albert Ellis beeinflusst, der seine RET auf eine Maxime des Philosophen Epiktet gründet: „Es sind nicht die Dinge an sich, die uns beunruhigen, sondern unsere Sichtweise der Dinge.“ Ellis untersuchte die ‚irrational beliefs’ (irrationale Bewertungen, iBs), die als kognitive Grundlage psychischer Störungen diagnostiziert wurden. Er disputierte diese iBs mit seinen Klienten, bis diese deren Dysfunktionalität erkannten. Seine Thesen waren lange Zeit umstritten, und er wurde sogar vom Verband der ‚Human Psychologists’ ausgegrenzt, da diese seine Therapieform als zu provokant und direkt ablehnten.

Mittlerweile gilt Ellis als bedeutendster kognitiver Therapeut und REBT als erfolgreichste, kassenärztlich anerkannte Therapie. Das Zusammenfassen irrationaler Bewertungen unter dem Begriff ‚musturbation’, um den zwanghaften Anspruch auszudrücken, das Leben müsse so sein, wie man es fordere, ist ebenso legendär wie erfolgreich.

Irrationale Gedanken immer wieder nur zu disputieren, ermöglichte allerdings keinen nachhaltigen Wandel; so als stellte man einen Eimer unter eine tropfende Decke und leerte diesen immer wieder, was auf Dauer zu mühselig und nicht von nachhaltigem Erfolg gekrönt ist.

Maria Craemer absolvierte als erste Psychologin Deutschlands mit einem Vollstipendium eine einjährige Ausbildung bei Dr. Albert Ellis am ‚Institute for RET’ in New York. Zusammen mit ihrem Ehemann Stephan Craemer forschte sie nach der Quelle der irrationalen Bewertungen. Dieses Wissen um den Ursprung aller selbstzerstörerischen Gedanken nutzen sie, um im Contextuellen Coaching® Menschen die Möglichkeit zu eröffnen, den Kern ihrer irrationalen Bewertungen zu entdecken und aufzulösen, um damit das mental-emotionale Leck nachhaltig zu schließen.

Rechtfertigungsgeschichten aufgeben

Menschen können sich erst dann neu ausrichten, wenn sie die ihren irrationalen Bewertungen zugrunde liegende Rechtfertigungsgeschichte erkennen und vollständig aufgeben, egal wie plausibel sie ihnen erscheint und wie sehr sie ihre Richtigkeit zu ‚fühlen’ glauben.

Um dysfunktionale Contexte wandeln zu können, muss die Rechtfertigungsgeschichte untersucht, disputiert und emotional aufgelöst werden, mit der die Contexte begründet werden.

Relevant für das Erschaffen erwünschter Ergebnisse ist nicht, was richtig & falsch oder gar gut & böse ist, sondern welche contextuell wertungsfreien Standpunkte für das Erschaffen dieser Ergebnisse am besten funktionieren und welche nicht, so dass man letztere meiden kann. Hat man die erwünschten Ergebnisse erreicht, kann man schlussfolgern, dass funktionierende Standpunkte eingenommen und gelebt wurden.

Hat man die erwünschten Ergebnisse noch nicht erreicht, gilt es weiter zu untersuchen, welche noch nicht aufgedeckten Standpunkte diese verhindern. Das ist ein spannender Untersuchungsprozess, der interessant geschlussfolgerte Rechtfertigungsgeschichten an die Bewusstseinsoberfläche befördert, die man von den messbaren Ereignissen und Ergebnissen ableiten kann. Dadurch unterscheidet sich Contextuelles Coaching® maßgeblich von den bereits im Strohfeuer versiegten ‘happy-go-lucky-chacka’- Motivationsseminaren.

Philosophischer Einfluss

Contextuelles Coaching® basiert auf einem breit gefächerten philosophischen Hintergrund (Skeptizismus; Epikureismus; Sprachphilosophie; Stoizismus; Dialektik; Ontologie). Die contextuelle Unterscheidung der Identität ist mit der Höhle im Höhlengleichnis von Platon vergleichbar. Er beschreibt, wie Menschen sich in der Begrenztheit einer Höhle gefangen halten und den Ausweg als zu schmerzhaft oder gar unmöglich ablehnen. Um im ‚gemütlichen Elend’ der Höhle bleiben zu können, werden diejenigen belächelt, beschimpft und ausgegrenzt, die den Ausweg gefunden haben und in die Höhle zurückkehren und von den sonnigen Möglichkeiten außerhalb der Höhle berichten. Genauso halten Menschen sich in entwertenden Schlussfolgerungen über sich selbst, andere Menschen und das Leben gefangen.

Die Vorgehensweise im Contextuellen Coaching® ist teilweise mit der Disputation nach Sokrates zu vergleichen. Im sokratischen Dialog wird der Gesprächspartner mit dem elenktischen Verfahren auf der Suche nach Wahrheit in eine Aporie (Ausweglosigkeit des eigenen Denkens) geführt. Diese eröffnet die paradoxe Erkenntnis des eigenen Nichtwissens und somit die Möglichkeit einer neuen Betrachtungsweise. Sokrates’ Grundannahme war, dass die Wahrheit in der angeborenen Vernunft jedes Menschen bereit liegt. Diese Wahrheit ans Licht zu bringen bezeichnet man als Mäeutik (Hebammenkunst). Das sokratische Fragen besteht darin, dass der Fragende vorgibt, unwissend zu sein, aber Fragen stellt, in denen eine mögliche, zutreffende Antwort verborgen liegt.

Im Contextuellen Coaching® wurde die Disputationstechnik zum einen übernommen, besonders der Aspekt, dass Menschen mit Fragen an einen Punkt des Nichtwissens geführt werden, damit sie neues Wissen überhaupt aufnehmen können. Zum anderen wurde die Disputationsmethode dahingehend weiterentwickelt, dass Menschen die Dysfunktionalität ihrer zumeist für gut und richtig gehaltenen Standpunkte erkennen können. Die entscheidende Weiterentwicklung liegt darin, wie Phönix aus der Asche seiner mental-emotionalen Verstrickungen aufzusteigen, wenn es gelingt, eine dialektische Synthese für dysfunktionale Standpunkte zu finden und vollständig zu leben.


Ein erfülltes Leben beginnen

Für ein erfolgreich erfülltes Leben ist es vielfach erforderlich, dass ideologistische Ansprüche politischer Scheinkorrektheit auf der Strecke bleiben. Dass dieses möglich ist, zeigen die überdurchschnittlichen Resultate der Teilnehmer der Trainingsprogramme der CA CoachingAcademie, die als einzige Contextuelles Coaching® erfolgreich anwendet.

Vernunft & Überleben

Statt einer Vernunftsannahme verwendet Contextuelles Coaching® das Paradigma der Überlebensannahme (Lebenserhalt): die Designfunktion des Verstandes ist darauf ausgerichtet, den Lebenserhalt, das Überleben zu sichern, wobei ihm der Mensch egal ist. Dieser archaische Überlebensinstinkt steht oft konträr zur persönlichen Weiterentwicklung, denn solange Menschen lediglich überleben wollen, können sie nicht herausfinden, was am besten für ein erfolgreich erfülltes Leben funktioniert.

Leben oder leiden? Sie haben die Wahl!

Mit Contextuellem Coaching® lassen sich alle Contexte aufdecken, die die bisherigen Ergebnisse und Ereignisse erzeugt haben und auf Funktionalität für gewünschte Ergebnisse untersuchen, in Frage stellen und wandeln. Durch Contextuelles Fragen kann der Coachee sein mental-emotionales Gefängnis und die daraus resultierenden Konsequenzen erkennen. Wählt der Coachee sein Leidensgefängnis zu verlassen, kann er mit dem Contextuellen Coach seine dysfunktionalen Contexte und die damit verknüpfte Rechtfertigungsgeschichte recontextualisieren. Auf die Wahl des Coachee (Leiden oder Erfüllung) hat der Contextuelle Coach keinen Einfluss, wobei zugrunde gelegt wird, dass jeder Mensch sowohl ein Recht auf Glück, als auch ein Recht auf Leiden hat. Der Contextuelle Coach kann lediglich die Konsequenzen der Wahl aufzeigen und verdeutlichen, dass langes Leiden ein erfülltes Leben verunmöglicht.

Seinsqualität

Anders als bei einer sokratischen wird bei einer contextuellen Disputation nicht nur Denken und Wissen hinterfragt, sondern durch den Context, aus dem heraus untersuchende Fragen gestellt werden, werden indirekt neue Erkenntnisse ermöglicht.
Zudem findet ein Wandel der aus den wertenden Schlussfolgerungen entstandenen Emotionen statt. Contexte werden durch Schlussfolgerungen über erlebte Ereignisse gebildet und durch entsprechende Gefühle verankert. Contextuelles Coaching® ermöglicht, diese zu Contexten erstarrten Gefühlsverstrickungen nachhaltig aufzugeben und so zu wandeln, dass sich im Prozess des Lebens eine grundlegend transformierte Seinsqualität eröffnet.

Neue Denkweise dank neuer gefühlter Erfahrung

Frei nach dem Philosophen Immanuel Kant ist im Contextuellen Coaching® nicht nur die Vernunft, sondern besonders auch die Erfahrung von Bedeutung. Das heißt, man braucht zu einer neuen Denkweise nicht nur neue Gedanken, sondern auch neue, gefühlte Erfahrungen. Da eine neue emotionale Erfahrung im alten Denken nicht möglich ist, wurden von Stephan & Maria Craemer contextuelle Trainingsprogramme entworfen, die Menschen ermöglichen, alten emotionalen Ballast abzuwerfen, um wieder unbeschwert und begeistert ihr Leben als Ausdruck von Erfüllung erfolgreich gestalten zu können. Ungefähr so wie man es als Kind getan und wie man sich in der Verliebtheitsphase gefühlt hat.

Gute Gefühle selbstständig erschaffen

Da sowohl Kindheit als auch Verliebtheit zeitlich begrenzt sind, hat der Verstand die Schlussfolgerung gezogen, gute Gefühle seien zeitlich begrenzt und danach sei es unangenehmer als vorher, also besser erst gar nicht mehr so gut fühlen, das dicke Ende kommt ja doch wieder. Dass es möglich ist, sich immer wieder ein beschwingtes Lebensgefühl zu erschaffen, sogar unabhängig von äußeren Umständen, scheint solange außerhalb der bisherigen Vorstellung zu liegen, bis man eine gegenteilige Erfahrung gemacht hat. Dazu wird in den Aufbauprogrammen der CoachingAcademie die Contextuelle Philosophie als Wissen und Erfahrung vermittelt, damit die Trainingsteilnehmer diese Erfahrung selbständig immer wieder neu erschaffen können.

Anleitung für ein erfülltes Leben

In Anlehnung an den irisch-amerikanischen Philosophen Alan Watts ist der Mensch im Contextuellen Coaching® als höchster Ausdruck göttlichen Seins deklariert mit der Möglichkeit, sich sSelbst wiederzuerkennen und neu zu erschaffen. Watts betrachtete das Leben als „wunderbare Spielwiese, welches auf einem metaphysischen Versteckspiel basiert.“ Im Contextuellen Coaching® klingt das folgendermaßen: die Anleitung für ein erfolgreich erfülltes Leben wird bei der Geburt nicht mitgeliefert, und es ist ein spannendes Abenteuer, diese herauszufinden.


 

Ziele und Absichten

Die grundlegende Absicht des Contextuellen Coaching® ist, durch einen Wandel von einem normal gewöhnlichen Leben im MangelContext (Mangel, Angst & Misstrauen) in ein natürliches Sein im ErfüllungsContext (Fülle, Liebe & Vertrauen) zu einem nachhaltigen Paradigmenwechsel beizutragen, zunächst im Bewusstsein, dann im Prozess des Lebens selbst. Wurden in der westlichen Welt die Lebensbedingungen enorm verbessert, so hat sich die mental-emotionale Seinsqualität kaum gewandelt. Einem nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel geht ein kollektiver, persönlich individueller Bewusstseinswandel voraus.

Als Wurzel allen Übels – wie Hunger und Krieg als Folge und Ausdruck des MangelContextes – wird starre Positioniertheit mit den daraus resultierenden Funktionsweisen des Verstandes verortet. Erst ein transformiertes Sein nach Aufgeben der Positioniertheit ermöglicht ein friedlich versöhnliches und erfülltes Leben. Um seine Positioniertheit aufzugeben, ist es erforderlich, dem Glauben an die Legitimiertheit der Kategorien richtig & falsch und besonders gut & böse abzuschwören.
Dazu bedarf es dreier Schritte:

1. Vollständiges Versöhnen mit der Vergangenheit und
    Zustimmung zu jeder gemachten Erfahrung. Jede
    entwertende Schlussfolgerung bindet Menschen mit
    negativen Gefühlen und Vorwürfen an vergangene
    Erfahrungen. Diese Schlussfolgerungen sind nur auf
    dem Urheberstandpunkt vollständig aufzulösen und
    aufzugeben.

2. Wertungsfreies Anerkennen der Gegenwart, also dessen
    Was Ist. Alle Ereignisse und Ergebnisse als Ausdruck
    nicht immer bewusster, aber permanent wirkender
    Absichten anzuerkennen ermöglicht, damit aufzuhören
    sich sein Leben entweder schön zu reden und im
    gemütlichen Elend zu versinken, oder es sich schlecht
    zu reden und am selbst erschaffenen Leiden zu ersticken.

3. Ergebnisorientierte Ausrichtung auf selbst erschaffene
    Zukunft. Das bedingt sein Leben als Ausdruck von
    Erfüllung zu gestalten und nicht als permanentes Streben
    nach Glück. Zusammengefasst: versöhnt mit der
    Vergangenheit – erfüllt in der Gegenwart – begeistert in
    die Zukunft.
 

Contextuelle Unterscheidungen

Eine contextuelle Unterscheidung ist eine abstrahierte Differenzierung eines Sachverhaltes und Lebenszusammenhangs. Sie dient dazu, aus Ereignissen und Ergebnissen gezogene Schlussfolgerungen wertungsneutral zu untersuchen und unter verschiedenen contextuell relevanten Betrachtungswinkeln zu durchleuchten. So lässt sich herausfinden, welche contextuell wirkenden Standpunkte für ein erfolgreich erfülltes Leben funktionieren und welche nicht. Die wichtigste Voraussetzung für einen Contextuellen Coach ist, zum einen die Kernunterscheidungen selbst zu leben und zum anderen diese im Coachinggespräch wertungsfrei anzuwenden; frei von Schuldzuweisungen, also der Bewertung nach richtig & falsch oder gut & böse.

Auch wenn einige contextuelle Unterscheidungen sowohl dem gängigen Allgemeindenken als auch psychologischer, soziologischer, pädagogischer, theologischer und herkömmlich akademischer Betrachtungsweise zu widersprechen scheinen, gelten die damit bewirkten Ergebnisse als Nachweis ihrer Wirksamkeit. Nicht scheinbar logische Vernunft entscheidet, ob etwas für die Erfüllung einer Absicht funktioniert, sondern frei nach dem Philosophen Habermas die durch erprobte Erfahrung gewonnene Handlungsgewissheit.
Verkürzt ausgedrückt: wer erfolgreich Ergebnisse produziert und erfüllt ist, denkt, fühlt und handelt so, dass es funktioniert; wer nicht erfolgreich erfüllt ist, denkt, fühlt und handelt nicht so, dass es funktioniert. Dann muss die Person wählen: entweder positioniert nicht erfolgreich und unzufrieden bleiben, oder ihr Bewusstsein transformieren und erfolgreich erfüllt selbst gewählte Ergebnisse produzieren. Diese Wahl wird niemandem abgenommen und man kann nicht ‚nicht wählen’.

Context

Context ist zunächst ein Arbeitsbegriff, der vorhandene Bewusstseinsinhalte wie Meinungen, Schlussfolgerungen, Standpunkte, Überzeugungen, Sichtweisen, etc. abstrahiert verdeutlicht. Der Hauptunterschied zu einer Überzeugung besteht darin, dass in einem mental-emotionalen Context Meinungen und Schlussfolgerungen so verfestigt sind, dass diese nicht mehr bewusst als solche wahrgenommen und daher auch nicht mehr in Frage gestellt, sondern als ‘die Wahrheit’ dargestellt, sogar gefühlt werden. Ein mental-emotionaler Context scheint so real wie die Luft zum Atmen und wirkt wie eine Glaubensfalle, deren trügerische Täuschung aus Bequemlichkeit häufig selbst dann ignoriert wird, wenn Lebens- und Seinsqualität ins Negative tendieren und die Komfortzone Gefahr läuft, zum gemütlichen Elend zu mutieren.

Erst wenn Menschen dauerhaft schlechte Ergebnisse oder Gefühle haben und immer wieder ähnliche Erfahrungen machen, stoßen sie an eine Grenze, die sie mit dem bisherigen Denken und den üblichen Methoden nicht überwinden können.

Der einschränkendste Context, der sowohl die Lebens-, als auch Seinsqualität massiv beeinträchtigt, ist die persönliche Identität, die der Verstand aus als Unterbrechung interpretierten Ereignissen schlussfolgert.

Um eine Vorstellung zu bekommen, wie Contexte entstehen, nachfolgend eine Skalierung, bei der die Positioniertheit nach unten hin zunimmt.

Meinung:   wertende Interpretation

Vorbehalt:  aus einer wertenden Interpretation gezogene Abneigung

Vorurteil:    aus Vorbehalt gezogenes, wertendes Urteil

Urteil:         endgültige Schlussfolgerung über Person oder Sache

Context:     Eine durch Rechtfertigungsgeschichten, Ideologien, Dogmen, etc.
                  erhärtete subjektive als auch kollektive Bewusstseinssuggestion.
                  Auch wenn er es nicht ist, wird ein Context wegen der daraus
                  entstehende Realität als ‚wahr’ empfunden, erlebt und verteidigt. 

Kernunterscheidungen

Die drei Kernunterscheidungen des Contextuellen Coaching® sind:

 

1. Das Urhebermodell (Grafik rechts)


2. Ergebnisse sind Folge einer Absicht: Ergebnisse = f (Absicht)

3. Gefühle sind Folge von Bewertungen: Gefühle = f (Bewertungen).

Das Urhebermodell basiert auf dem Paradigma, dass jeder Mensch Urheber (Schöpfer) seiner Ereignisse und Ergebnisse ist, auch wenn er sich dessen nicht bewusst ist oder die wirkenden Zusammenhänge nicht wahrnimmt. Diese Betrachtungsweise ist nur möglich, wenn Leben nicht in moralistische Kategorien unterteilt wird, sondern als wertungsneutrales Erfahrungsfeld deklariert ist, in dem jeder zu 100% verantwortlich und niemand schuldig ist.

Selbst wenn Menschen Opfer eines Ereignisses waren, haben sie die Wahl, ob sie sich dessentwegen auf den Opferstandpunkt oder auf den Urherberstandpunkt stellen. Der Urheberstandpunkt kann jedoch erst eingenommen werden, wenn man jeder Erfahrung zustimmt, was nicht gleichbedeutend damit ist, diese gut zu finden.

Das Opfer hingegen wähnt sich im Recht das schädigende Erlebnis ausgleichen zu dürfen und wird damit selbst zum Täter. Dadurch scheint der Täterstandpunkt gerechtfertigt. So sind Menschen immer gleichermaßen Opfer und Täter, also OpferTäter. Da das menschliche Bewusstsein sowohl den Opfer- als auch den Täterstandpunkt selbst erschafft, ist der Mensch Urheber seines eigenen OpferTäterSeins.

Sich als Urheber und nicht als OpferTäter der eigenen Geschichte und des eigenen Lebens (an-)zu erkennen, erfordert unerbittliche Empathie gegenüber sich selbst. Dabei sind Vorwürfe gegen sich selbst, gegen andere Menschen oder das Leben kontraproduktiv, weil sie im OpferTäterSein verstrickt halten und die erlösende Katharsis und mögliche Transformation verhindern.
     
Vom OpferTäterstandpunkt lässt sich Leben ausschließlich unterschiedlich interpretieren; nur vom Urheberstandpunkt lässt sich Leben vollständig verstehen und frei gestalten.

Opferstandpunkt

Menschen sind Opfer, sobald ihnen Schaden zugefügt wurde, sei es materiell, körperlich oder emotional. Aufgabe des Täters ist, dem real geschädigten Opfer gegenüber seine Tat anzuerkennen und auszugleichen, was auf der Inhaltsbene auch juristisch geregelt ist.

Auf der Contextebene hat das Opfer die Wahl, entweder den Opferstandpunkt oder den Urheberstandpunkt einzunehmen. Stellt es sich auf den gesellschaftlich anerkannten Opferstandpunkt, bekommt es dauerhaft Rücksichtnahme, finanzielle Hilfe und Aufmerksamkeit, allerdings für den Preis der weiteren emotionalen Verstrickung mit der Tat und dem Täter.
    
Der erste Schritt den Opferstandpunkt contextuell zu verlassen, unabhängig von der Intensität der Erfahrung, ist vollständige Vergebung. Erst dadurch löst das Opfer die Schuldverstrickung zum Täter und gibt sein Recht auf Rache auf. Wer dieses Recht behalten will, macht sich unvermeidlich selbst zum Täter. Dieses Prinzip hat am weitreichendsten Eva Mozes Cor verdeutlicht, die sogar als Opfer des Holocaust zu radikaler Vergebung aller Täter auffordert.

Täterstandpunkt

Auf der Inhaltsebene ist der Täter aufgefordert, seine Tat zuzugeben. Das ist oft eine Herausforderung, entweder weil sich der Täter im Recht wähnt und fühlt, oder aber weil er sich für seine Tat schämt und schuldig fühlt, was ihm ebenfalls erschwert, diese anzuerkennen. Das wertungsfreie Anerkennen der schädigenden Tat ist der schwierigste Part im Contextuellen Coaching®, da viele ihre Täterschaft als Ausgleich für vergangene Opfererfahrungen rechtfertigen und sich deshalb nicht als Täter fühlen.
     
In diesem Opferbewusstsein wurde lediglich ein vermeintliches Recht auf Rache ausgeübt. So wird das vorherige Opfer selbst zum Täter, entweder für die betreffende Person, oder für Personengruppen, bzw. Menschen, die stellvertretend für den vorherigen Täter stehen.

Urheberstandpunkt

Urheber ist man nur, wenn man das Schuldmodell von gut & böse aufgibt und integer statt moralistisch lebt. Nur als Urheber kann man sein Leben wieder frei erschaffen. Dafür bedarf es dreier Schritte. 1) Vergeben: das Opfer vergibt dem Täter seine Tat. Sollte es Forderungen des Ausgleichs auf der Inhaltsebene geben, kann man diese dem Täter stellen. 2) Zugeben: das Opfer gibt frei von Schuld zu, wem es geschadet und wem man es auf welche Weise mit seiner Rache heim-gezahlt hat und bietet dafür einen Ausgleich an. Dieser Akt der Versöhnung befreit das Opfer von seiner Erfahrung und den Täter von seiner Schuld. 3) Zustimmen: man stimmt der Erfahrung zu, das heißt, man erlaubt sich selbst im Nachhinein, diese Erfahrung gemacht zu haben. Zustimmen heißt nicht, die Erfahrung gut zu finden.

Auf dem Urheberstandpunkt ist man nicht schuldig, sondern verantwortlich (= zu antworten wie vorher), gemeint in dem Sinne, dass man die freie Wahl hat, wie man auf die Erfahrung reagiert (= antwortet). Dann erst kann man herausfinden, welche contextuelle Absicht, sei sie persönlich oder gesellschaftlich, bewusst oder nicht bewusst, diese Erfahrung hervorgerufen hat.

Mental-Emotional

Jede bewertende gedankliche Schlussfolgerung (mental) ist immer auch mit einem Gefühl (emotional) verbunden, welches in der Intensität variiert. So ziehen Kinder häufig die Schlussfolgerung: ich bin nicht wich-tig oder nicht liebenswert, wenn sich zum Beispiel die Eltern trennen, oder sie etwas nicht bekommen haben, was sie sich sehr gewünscht hatten.

Bei der Beschreibung der Erfahrung wird meistens die Schlussfolgerung als Gefühl präsentiert, so dass behauptet wird, „ich fühle mich nicht wichtig / liebenswert, etc.“ Jegliches aus der Bewertung resultierende Gefühl wiederum verfestigt die Schlussfolgerung, welche wiederum das Gefühl intensiviert.
     
Es gibt allerdings nur fünf grundlegende und eindeutig unterscheidbare Gefühle, wobei das‚ Ich-bin-nicht-wichtig-Gefühl’ nicht dazu gehört, da es eine mentale Schlussfolgerung anzeigt, die gefühlt wahrgenommen wird, obwohl sie mental interpretiert wurde. Bei Einigen löst der Gedanke, nicht wichtig zu sein Wut oder Ärger aus, bei anderen Enttäuschung oder Trauer.
     
Will man diese Verzahnung von Gedanken und Gefühlen auflösen, reicht es nicht aus, nur die Gedanken und Schlussfolgerungen zu ändern. Man wird schnell von den vertrauten Gefühlen wieder eingeholt und die bekannte Schlussfolgerung bekommt neue Nahrung.
     
Es reicht auch nicht, nur die Gefühle zu ändern, denn sobald man eine Situation gedanklich einordnen muss, tauchen die alten Schlussfolgerungen wieder auf und die guten Gefühle sind wieder perdu. Erst wenn man die ursprüngliche wertende Schlussfolgerung (mental) mit dem tatsächlichen damaligen Gefühl (emotional) auflöst, kann man beides effektiv wandeln.


Rechtfertigungsgeschichte

Zu Contexten verfestigte Standpunkte werden mit plausiblen, aber nicht unbedingt logischen Rechtfertigungen zementiert. Die daraus zusammengesetzte Rechtfertigungsgeschichte hat ihre Wurzeln zum einen in vergangenen (negativen) Erfahrungen und wird durch Wiederholen der Erfahrungen emotional verankert. Zum anderen entstammt sie gesellschaftlichen Ideologien, die mit dazugehörigen, meist dysfunktionalen Werten bestätigt werden. Weder die vergangenen Ereignisse noch die Erfahrungen lassen sich im Nachhinein ändern, aber es ist möglich, die begrenzenden Schlussfolgerungen aufzugeben, die man aus den Ereignissen gezogen hat. Interessanterweise stellt sich dann sogar im Nachhinein ein besseres Gefühl zu den früheren Erfahrungen ein.
     
Es funktioniert nicht, die Ereignisse schön zu reden; es funktioniert sehr gut, sie mit der Unterscheidung Was Ist versus Interpretation wertungsfrei zu untersuchen, was dem Contextuellen Coach eine hohe Kompetenz abverlangt, da die Erfahrungen aus dem Context der Schlussfolgerungen mitgeteilt werden. Der Contextuelle Coach muss fähig sein, den unausgesprochenen Context zu erkennen, aus dem heraus gesprochen wird. Dazu bedarf es einiger Übung.

Unerbittliche Empathie

Der Contextuelle Coach zeigt Empathie für die reale Erfahrung des Menschen, lässt sich jedoch nicht von dessen Interpretationen oder Gefühlen dahin beeinflussen (nicht dahin bitten = unerbittlich), dass er ihn ausschließlich als Opfer bemitleidet, sondern er führt das CoachingGespräch immer vom Urheberstandpunkt. Das führt im Endeffekt dazu, dass Menschen sich nicht mehr nur als Opfer ihrer Erfah-rung wahrnehmen und erfahren, sondern versöhnt und frei von dieser Erfahrung leben können.

Identität

Die persönliche Identität ist eine generelle, zumeist negativ interpretierte Schlussfolgerung, die Menschen schon als Kind über sich und ihr gesamtes Sein gezogen haben. Diese dämpft nicht nur ihre Gefühle, sondern begrenzt auch ihr Handeln, mindert ihre Erfolge und schränkt sogar ihre Wahrnehmung ein. Contextuelles Coaching® unterscheidet sieben verschiedene Identitätskategorien, welche die Schlussfolgerungen beinhalten, die Menschen über sich gezogen haben, und mit denen sie sich unhinterfragt identifizieren. Jede Identität hat eine grundlegende Lebensfrage zur Folge (Grafik rechts).
     
Kategorie vier erscheint nur als attraktives Trugbild, denn das Gefängnis ist lediglich tapeziert. Wer seine zwanghafte Exklusivität nicht aufgibt, endet entweder als kauziger Sonderling oder als zitronige Matrone.  
Diese Identitäten machen keine Aussage über die Lebensinhalte der Menschen. Sie können sehr erfolg-reich sein, um zu beweisen, dass sie doch ‚gut genug’ sind, oder aber erfolglos, weil sie glauben, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Sie können eine langjährige Partnerschaft haben, oder viele kurze Partnerschaften, oder aber ein Leben lang alleinstehend sein. Die Identität macht jedoch immer eine Aussage über die persönliche Lebenserfahrung und die damit zusammenhängenden Gefühle. Man wird nie das Gefühl haben doch ‚gut genug’, ‚liebenswert’, oder ‚exklusiv’, etc. zu sein, so lange man sich für das Gegenteil hält. Man mag punktuell gute Gefühle haben und doch schleichen sich nach kurzer Zeit wieder Zweifel ein und das Hamsterrad des ‘Gegenteil-Beweisen-Müssens’ beginnt von vorn.
Niemand lebt ohne eine dieser mental-emotionalen Identitäten und wer die unterfütternde Rechtfertigungsgeschichte dazu nicht vollständig aufgibt, wird mäßig zufrieden, wenig erfüllt und mittelmäßig erfolgreich leben und die lebenszersetzende Rechtfertigungsgeschichte zwangsläufig mit ins Grab nehmen.
     
Im Context einer dieser Identitäten zu leben kann Misserfolg, Unzufriedenheit, Stress, Burnout, Trennung, Krankheit, etc. zur Folge haben und gestattet im besten Fall ein gedämpftes Leben. Da ein gedämpftes Leben normal zu sein scheint, ist vielen ihre Identität nicht bewusst; sie leben in der Illusion ihrer suggerierten Identitätsrealität.
Ähnlich verhält es sich mit der Illusion eines ‚Ichs’ im Buddhismus: nicht der Mensch lebt eine Identität, sondern seine Identität lebt den Menschen, heißt: man denkt, fühlt und handelt nicht nur wie die Identität es vorgibt, sondern man wird von der Identität gedacht, gefühlt und gehandelt.

Wieder eine Distanz zu schaffen zwischen dem, wer man ist (Selbst) und dem, womit man sich identifiziert hat (Ego), ist eine emotional intensive Katharsis, die vollständig versöhnt, befreit und beschwingt. In den Trainingsprogrammen der CoachingAcademie haben Menschen die Möglichkeit, aus ihrer selbst gezimmerten mental-emotionalen Höhle (= Hölle) auszutreten, diese hinter sich zu lassen und wieder begeistert zu leben.

Contextuelles Untersuchen

•    Erkennen der wirkenden Absichten
•    Untersuchen der Inhaltsebene: Fragen nach dem WAS IST
•    Abstrahieren dessen WAS IST
•    Wertungsfreie Interpretationen darüber ableiten
•    Interpretationen an Ergebnissen, Erfahrungen und Gefühlen überprüfen
•    Nadelöhr: Von Opferstandpunkt über den Täterstandpunkt zum Urheber
•    Recontextualisieren: mental-emotionales Aufgeben der Rechtfertigungsgeschichte durch Contextuelles Fragen und Disputieren.
•    Neue Absichten deklarieren und Realitätsprüfung derselben

Recontextualisieren

Erfahrungen werden von bewertenden Schlussfolgerungen und davon ausgelösten Gefühlen unterschieden. So ist es möglich, das WAS IST wertungsfrei heraus zu kristallisieren und aus anderen Blickwinkeln als den bisherigen zu betrachten. Diese erweiterte Sichtweise lässt wiederum andere Schlussfolgerungen zu und ermöglicht dem Coachee, seine Sichtweise als bisher einzige gültige Wahrheit zu hinterfragen. Der Contextuelle Coach nutzt eine contextuelle Disputation, um Wahrheit und Gültigkeit der Contexte zu überprüfen und ad absurdum zu führen. Da alte Contexte immer auch emotional verankert sind, müssen sie auch auf dieser Ebene gelöst werden.

Dazu stehen bei Einzelgesprächen verschiedene Methoden zur Verfügung, häufig ist diese Form jedoch schon allein dadurch begrenzt, dass lediglich ein Gespräch geführt werden kann und emotional befreiende Übungen nur sehr begrenzt möglich sind. Diese werden in den Trainingsprogrammen der CA CoachingAcademie angeboten. Erst wenn sich emotionale Erleichterung und ein versöhnliches Gefühl zum auslösenden Ereignis und den daran beteiligten Personen einstellt, war die Recontextualisierung erfolgreich.

Was ist vs Interpretation

Menschen leben in einer von ihrem Bewusstsein erschaffenen Realität. Sie fühlen nicht nur, was sie denken, genauer gesagt, was sie bewerten, sie nehmen ihr gesamtes Leben gemäß ihrer Bewertungen wahr und hören und sehen auch nur noch, was ihre mental-emotionalen Bewertungsfilter durchlassen; dadurch ist ihr Handeln stark begrenzt. Um diesen sich selbst bestätigenden Kreislauf zu durchbrechen und ein erfolgreich erfülltes Leben zu ermöglichen, bedarf es eines gefühlsneutralen Umgangs mit der Realität. Dazu dient die Anwendung der wertungsfreien Unterscheidung zwischen Was ist und Interpretation. Was Ist existiert tatsächlich, es ist wahrnehmbar und messbar, entweder in Volumen, Distanz oder Zeit. Ereignisse und Ergebnisse sind auf diese Weise messbar und Messbarkeit verdinglicht. Darin ist keine Wertung enthalten, erst das menschliche Bewusstsein fügt Bewertungen hinzu, da die Designfunktion des Verstandes darauf programmiert ist, das Wahrgenommene nach Gefahr für das eigene Überleben bewertend zu interpretieren.
    
Interpretationen über Ereignisse und Ergebnisse sind eine mentale Transferleistung des Verstandesbewusstseins und basieren in vielen Fällen auf moralisch-ethischen Bewertungskriterien. Da Bewertungen jedoch keine Richtigkeit garantieren, es somit keine letztgültig richtigen Interpretationen der Wirklichkeit gibt, hat niemand die Deutungshoheit über die Realität. Was bleibt sind nicht die richtigen, sondern nützliche oder funktional förderliche Interpretationen.
    
Was Ist verkörpert eine wertungsfreie Landschaft: filmt man eine Gruppe von Menschen sowohl in erwachsenen als auch in jungen Körpern, lässt sich auf dem Film im Nachhinein nicht erkennen, ob es sich um Familienmitglieder handelt. Erst durch ihre spezifische Kommunikation miteinander kann man schlussfolgern (= interpretieren), dass es sich um Eltern und ihre Kinder, also um eine Familie handeln könnte. Mit Gewissheit kann man auf dem Film nur Menschen wahrnehmen.
    
Viele glauben aus dem Konzept ‚Familie’ Ansprüche, Erwartungen, Forderungen, etc. ableiten zu können. Interessant und erleichternd wäre es hingegen Familienmitglieder wie Menschen und nicht wie Wunscherfüllungsmaschinen zu behandeln.
    
Das Wahrgenommene wird vom Verstandesbewusstsein bewertet und interpretiert, was orchestrierende Emotionen nach sich zieht, welche die bewertenden Interpretationen bewahrheiten sollen. Beides zusammen lässt im Bewusstsein eine mental-emotionale Landkarte entstehen, welche die Wahrnehmung der Vergangenheit verfälscht, die der Gegenwart verzerrt und die der Zukunft einschränkt. Als Folge davon lebt man in einer interpretationskongruenten, sich selbst bestätigenden Realitätsillusion, in der man sich wundert und darüber beschwert, dass das Essen nicht so schmeckt, wie die Speisekarte suggeriert.

Der Maler René Magritte hat den Widerspruch zwischen Was Ist und Interpretation in seinem berühmten Gemälde einer Pfeife treffend auf den Punkt gebracht, indem er darunter schrieb: dies ist keine Pfeife!

Erst wenn man sich ihrer bewusst und bereit ist, über seine Meinungen, Schlussfolgerungen, Werturteile und Interpretationen über sich selbst, andere Menschen und das Leben im Unrecht zu sein, kann man sein Bewusstsein transformieren und das anwenden, was für ein erfolgreich erfülltes Leben funktioniert. So hat man in jeder Lebenssituation immer folgende vier gleichermaßen gültigen Möglichkeiten: wählen, Was Ist; lieben, Was Ist; wandeln, Was Ist oder verlassen, Was Ist.

Mangelcontext

Der MangelContext wird im menschlichen Bewusstsein von den gewählten, die Lebendigkeit dämpfenden Identitäten erzeugt. In der ‚Identitätshöhle’ ist Mangel normal, weil es für Fülle kein Bewusstsein und damit keinen Raum gibt (Grafik S. 35). So leben die meisten Menschen im Zeitmangel, den sämtliche technischen und sozialen Hilfsmittel nicht auflösen konnten. Dieser Mangel führt im nächsten Schritt zu Angst; entweder der Angst, nicht zu bekommen, was man will, oder der Angst wieder zu verlieren, was man hat. Beides zusammen führt zu einem generellen Misstrauen anderen Menschen und dem Leben gegenüber.
   
Die Folge ist, dass Menschen ihre natürliche Begeisterung und Lebensfreude dämpfen, aus Angst sie wieder zu verlieren. Dieser MangelContext ist so allgegenwärtig, dass er als normal deklariert wird und jeder verdächtig ist, der ohne Alkohol und Drogen länger als vier Tage grundlos begeistert ist. Eine direkte Folge des kollektiven Mangelbewusstseins ist die allseits verteufelte Gier, die in jeder Gesellschaftsschicht in unterschiedlichen Ausprägungen anzutreffen ist.

Erfüllungscontext

Im ErfüllungsContext kann man nur leben, wenn man das gemütliche Elend seiner Identitätshöhle verlassen hat und ein Bewusstsein für Fülle erschafft. Zudem ist der ErfüllungsContext die Voraussetzung für allumfassende Liebe, welche nicht ein bestimmtes, besonderes Gefühl, sondern ein Context ist, in dem alle unterschiedlichen Gefühle auftauchen. Beides zusammen ermöglicht dem Leben und sich selbst wieder vollständig zu vertrauen.
    
Man kann sein Vertrauen nicht verlieren. Jeder vertraut auf etwas und sei es auf sein Misstrauen. Im ErfüllungsContext vertrauen Menschen wieder sich Selbst und ihrer Absicht. Dafür bedarf es anzuerkennen, dass Ereignisse Ergebnisse sind und diese Ausdruck und Folge einer Absicht, in der man lebt (z.B. der nicht bewussten Absicht, dass man darüber Recht haben will, nicht gut genug, nicht liebenswert oder gar was Besonderes zu sein). Erst mit dieser wertungsfreien Anerkennung der Urheberschaft kann man schädliche gegen nützliche Absichten tauschen.

Menschen halten ihre eingenommenen Standpunkte für wahr, gut und richtig, weil sie sich davon einen Vorteil oder Gewinn versprechen, den sie zumeist auch erhalten. Dabei suggeriert der Verstand dem Nutzer, dass dieser Gewinn kosten-frei sei und man fällt gern darauf rein. Da in unserem Universum alles nur mit seiner Rückseite, seinem Gegenteil erhältlich ist, bekommt man keinen Vorteil, keinen Gewinn ohne seinen Preis, den jeder Gewinn kostet. Partnerschaft kostet das Single sein und Single sein kostet die Partnerschaft. So hat auch das durchschnittlich normale, gemütliche Elend nicht nur seinen Gewinn, sondern auch seinen Preis, den man aus der vorherigen Grafik ablesen kann.
    
Selbst wenn der Preis für ihre Positioniertheit noch so hoch ist und es sie ihre Lebensfreude kostet, geben Menschen ihre dysfunktionalen Standpunkte erst auf, wenn die damit gemachte Erfahrung erfüllt ist. Der Verstand ‚nutzt’ den Menschen für seine Zwecke (Lebenserhalt durch rechthaberische Positioniertheit zu jedem erdenklichen Preis), und solange man sich mit seinem mechanistischen Verstand identifiziert, bleibt man wie ein Zombie Sklave dieser hoch entwickelten Maschinerie und denkt, fühlt und handelt als Marionette seines Verstandes. Die meisten halten den Verstand für vernünftig, nur so wie die damit erschaffene Welt aussieht, scheint dieser nicht besonders vernünftig zu sein.
    
Menschliche Geschichte reproduziert sich so lange, bis genug Menschen aus ihrer wie eine geistige Umnachtung wirkenden Positioniert-heit aufwachen und erkennen, dass sie sich zum Handlanger ihrer dysfunktionalen Standpunkte mit all seinen Leid auslösenden Konsequenzen gemacht haben. Wenn sie das nicht mehr perpetuieren wollen, bedarf es eines grundlegenden Contextwandels des menschlichen Bewusstseins. Dazu dient das Contextuelle Coaching®
 

Contextwandel

Veränderung beschreibt eine Umgestaltung innerhalb einer gewissen Zeitspanne. Dabei wird das alte System in das neue integriert, jedoch in besserer Erscheinungsform und Ausführung. Bsp.: Veränderung der Automobile, so dass diese schneller, komfortabler und neuerdings energiesparender wurden. Ein Wandel hingegen entspringt einem alten System, verlässt dieses jedoch vollständig. Bsp.: Relativitätstheorie: auch wenn Einstein die Mathematik nutzte, so ist seine Theorie nicht im alten Denken enthalten, sondern eine völlig neue Denkweise. Ein weiteres Beispiel ist der Schmetterling. Die Raupe weiß nichts von ihren Möglichkeiten als Schmetterling und als Schmetterling ist nichts mehr von ihr vorhanden, sonst könnte er nicht fliegen.
    
Ein Contextwandel nutzt zwar das alte Denken und Fühlen als Informationsquelle, aber die neue mental-emotionale Landkarte ist die Folge einer Transformation des Bewusstseins, so dass sich im Prozess des Lebens auf natürliche Weise bessere Ergebnisse und emotionale Zustände zeigen, ohne dass immer wieder zwanghaft etwas verändert werden müsste. So muss der Schmetterling nach seiner Transmutation nicht immer wieder neu fliegen lernen, da ihm das Raupenbewusstsein abhanden gekommen ist, was zur Folge hat, dass sich ihm sein Leben immer wieder als Schmetterling und nicht mehr als Raupe zeigt.